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Chronik der FFW Kinsau


Schon vor der Gründung der FFw Kinsau gibt es großzügige Protokollbücher. Im Jahr 1848 wurde eine Feuerordnung mit einer Mahnung an die Bürger herausgegeben, die Geräte zur Brandbekämpfung in brauchbarem Zustand zu halten. Am 18 Oktober 1852 kaufte die Gemeinde für 200 Gulden eine neue 4-rädrige, bespannbare Handdruckspritze mit 2 Druckschläuchen. Für die Pumpenmannschaft wurden 20 Mann bestimmt. Am 2. September 1855 wurde das erste Feuerwehrhaus gebaut. 1863 wurden im Auftrag des königlichen Landgerichts die Lärmzeichen neu geregelt. 

Bei Ausbruch eines Brandes im Ort wurde mit der großen Glocke, beim Brand in der Nachbargemeinde mit der mittleren Glocke, bei einem Waldbrand mit der kleinen Glocke geläutet. 1875 wurde nach mehrmaliger Aufforderung des königlichen Bezirksamtes Schongau eine Pflichtfeuerwehr gegründet. Am 28 November 1875 wurden die Pflichtübungstage festgelegt. 

1. Übung erster Sonntag im Januar 2. Übung Ostersonntag 3. Übung letzter Sonntag im Juni 4. Übung Kirchweihmontag Diese Übungen mussten besucht werden und zwar von jedem männlichen Einwohner zwischen dem 16. und 60. Lebensjahr. Da diese Übungen schlecht besucht waren, wurden im Jahre 1876 Strafen fürs Fernbleiben von den Übungen festgesetzt. 

Das erste mal :eine Mark das zweite mal: zwei Mark. Beim dritten Mal wurde die Ortspolizeiliche Vorschrift strengstens gehandhabt.
Am 28 Juli 1879 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kinsau gegründet und wurde auch schnell die Stelle des Kommandanten besetzt. Es fanden sich zur Gründung 21 pflichtbewusste Männer zusammen.
Der erste Einsatz der FFw Kinsau war am 17. März 1882, es brannte der obere Wirt. Laut Chronik brannte der ganze landwirtschaftliche Teil. Weil der Funkenflug so stark war, wollten die Frauen ihre Männer nach Hause holen, diese schickten ihre Frauen heim und der Wirt lockte mit Freibier die Männer in die Stube. 1883 wurde 180 m Schlauchmaterial gekauft und man bat die königliche Regierung um Zuschuss. Großbrände gab es im Jahre 1898 und 1900, bei dem nur ein Sofa gerettet werden konnte, das am Morgen gestohlen wurde. Im Jahre 1926 war Kinsau eine der ersten Gemeinden, die sich eine Motorspritze kaufte. Sie hatte 25 PS, 1000 l Leistung und eine gute Ausstattung, das Fabrikat war Magirus. Zusätzlich noch 300 Meter Schläuche. Dies kostete damals 9000 Mark. Am 28. November 1927 brannte ein Wohnhaus. In der Chronik steht geschrieben : Was nicht verbrannte wurde ersäuft, da jeder einmal spritzen wollte. Bau des zweiten Feuerwehrhauses im Jahre 1829. 1941 wurde die Handdruckspritze von 1852 wegen Materiallieferung zu Kriegszwecken abgebrochen. In den Kriegsjahren wurde die FFw Kinsau von Frauen weitergeführt. 1966 erster Kauf einer TS 8 von der Fa. Ziegler mit Zubehör für 4500 DM. 1967 erhielten wir vom Landkreis ein älteres LF 16 als Geschenk. Im Jahre 1969 wurde das jetzige Gemeindehaus mit Feuerwehrhaus gebaut. Einweihung am 28. November 1970. 1975 kaufte die Gemeinde einen gebrauchten Mercedes Transporter der zum TSF umgebaut wurde. Im Jahre 1980 wurde ein neues LF 8 mit eingeschobener TS und Frontpumpe gekauft. Kauf des LF 8/6 im Jahre 2003.